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Montag, 6. April 2020

Nevernight (1) von Jay Kristoff

*INFOS*
Titel: Nevernight - Die Prüfung
Autor/in: Jay Kristoff
Verlag: Fischer
Seitenzahl: 699
Format: Hardcover
Preis: 22,99 EUR

Klappentext:
Sie ist keine Heldin. Sie ist eine Frau, die Helden fürchten.

Mia Corvere ist ein Kind der Schatten, und sie kennt nur ein einziges Ziel: Rache an den Männern zu üben, die ihre Familie zerstört haben. Ihre Feinde sind die Mächtigen des Reiches - ein General, ein Konsul und ein Kardinal -, doch Mia ist zu allem entschlossen. Sie macht sich auf den Weg zur Enklave der Roten Kirche, einem geheimen Assassinenorden, um die Kunst des Tötens zu erlernen.

Meine Meinung:
Der Schreibstil war zu Beginn etwas schwierig, da er eher ungewöhnlich ist. Es wird viel geflucht, viele Schimpfwörter genannt und absolut nichts beschönigt.
Mia ist eine interessante Protagonistin, die ist absolut nicht durchschaubar und obwohl die Geschichte quasi aus ihrer Sicht erzählt wird, überrascht sie immer wieder mit ihren Handlungen und Plänen, die sie nicht mal den Lesern verrät. Wir erfahren einiges über Mias Vergangenheit, die sehr düster geschildert wird,da hauptsächlich die Aspekte erzählt werden, die dazu führten, dass sie sich zur Mörderin ausbilden lassen möchte. Der Erzähler, der nicht direkt Mia ist, sondern jemand, der sie nach eigener Aussage sehr gut kannte und geliebt hat, gibt durch Fußnoten viele Erklärungen und Erläuterungen zu den Besonderheiten der itreyanischen Republik, in der Mia lebt. Zudem gibt er auch einige Kommentare zum Besten, die mich ab und zu mal schmunzeln ließen. Es wird vieles mit Sex verglichen oder grundsätzlich sexualisiert, was ich manchmal schon sehr extrem fand, aber irgendwie passte es in die Atmosphäre des Ganzen. Das ganze Buch ist brutal und düster, auch wenn Mia schöne Erlebnisse hat, bleibt die Grundstimmung eher düster, was mich ziemlich fasziniert hat.
Die ganze Zeit über gibt es neue Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, das Buch ist komplett unvorhersehbar und wird dadurch noch spannender als es sowieso schon ist.
Die Charaktere sind alle wahnsinnig vielschichtig, auch die Nebencharaktere zeigen unfassbar viel Tiefe und sind extrem gut ausgearbeitet. Letztlich musste ich feststellen, dass der Schreibstil, der mir erst ungewöhnlich und schwierig vorkam, perfekt zu der Stimmung und Atmosphäre des Buches passt.
Eine klare Leseempfehlung meinerseits für alle, die sich von Brutalität und Grausamkeit nicht abschrecken lassen.


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