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Samstag, 11. April 2020

Aschenkindel (1) von Halo Summer

*INFOS*
Titel: Aschenkindel - Das wahre Märchen (Band 1 von 2)
Autor/in: Halo Summer
Verlag: Drachenmond
Seitenzahl: 213
Format: Taschenbuch
Preis: 12,00 EUR

Klappentext:
"Du bist schon ein komisches Mädchen", sagt meine gute Fee. "Jedes andere Mädchen in deiner Situation wäre überglücklich, auf so einen Ball gehen zu dürfen. Noch dazu auf einen, bei dem es sich in einen Prinzen verlieben und damit seinem Elend entkommen könnte!"
Tja, wo sie recht hat, hat sie recht. Ich bin ein komisches Mädchen. Und ich habe fest vor, eins zu bleiben!

Claerie Farnflee wurde vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Erst starb ihr Vater, dann folgte der gesellschaftliche Absturz und seither wird ihr das mühselige Leben in Armut von einer bösen Stiefmutter und zwei garstigen Schwestern versüßt. Ist Claerie deswegen unglücklich? Nein - jedenfalls nicht unglücklich genug, um sich jedem dahergelaufenen Prinzen an den Hals zu werfen.

So denkt sie, doch an einem düsteren Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem Fremden und das, was sie für unmöglich gehalten hat, passiert: Ihr Schicksal nimmt eine geradezu verstörende Wendung - selbst Prinzen und Bälle spielen darin keine unbedeutende Rolle mehr...

Meine Meinung:
Der Titel lässt schon vermuten, dass es sich bei dieser Märchenadaption um eine Cinderella-Story handelt. Und ich für meinen Teil muss sagen, ich liebe Cinderella-Storys, auch, wenn es mittlerweile unendlich viele davon gibt. Man kann da aber auch einfach unendlich viel draus machen. Diese hier ist anders, als alle, die ich bisher kannte. Claerie ist super sarkastisch und hat absolut keine Lust auf den Ball oder auf den Prinzen, den sie sowieso nicht leiden kann. Diese Einstellung finde ich wahnsinnig erfrischend und es hat mir richtig Spaß gemacht, ihre sarkastischen Bemerkungen zu lesen oder ihre fiesen Kommentare gegenüber ihrer guten Fee, mit der sie sich ständig streitet. Dann hieß es plötzlich, im Verbotenen Wald leben Vampire... und ich dachte mir "Ernsthaft? Vampire?", aber irgendwie war es doch ganz witzig umgesetzt und sie wurden auch nicht so sehr thematisiert, sind als eher nebensächlich. Ihre Stiefschwestern tun mir irgendwie leid, ich glaube, ihre Mutter hat sie schon bei ihrer Geburt gehasst.. sonst hätte sie sie doch niemals Etzi und Kanickla genannt... wobei die Stiefmutter von Claerie zu ihren Töchtern unfassbar lieb ist.. also doch kein Hass. Yspér ist irgendwie merkwürdig. Erst fällt er über sie her, und dann macht er ihr den Hof.. irgendwie ist da wohl was schiefgelaufen in der Reihenfolge.. anschließend verschwindet er und ich dachte, sie würde jetzt doch noch den Prinzen heiraten und Yspér wäre auf nimmer Wiedersehen verschwunden und hätte nur mit ihr gespielt... aber er taucht wieder auf und ist vielleicht doch nicht so schlecht, wie ich zwischenzeitlich dachte.
Insgesamt ist es eine sehr gelungene, abwechslungsreiche Geschichte, die mich gut unterhalten konnte und sogar die ein oder andere Überraschung parat hatte und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die voraussichtlich im Juni erscheinen soll.



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