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Dienstag, 21. Januar 2020

Washington Black von Esi Edugyan

*INFOS*
Titel: Washington Black
Autor/in: Esi Edugyan
Verlag: eichborn
Seitenzahl: 509
Format: Hardcover
Preis: 24,00 EUR

Klappentext:
Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker und Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei.
Das ungleiche Paar entkommt in einem selbstgebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.

Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage:
Was bedeutet Freiheit?

Meine Meinung:
Dieses Buch ist für mich nicht leicht zu "bewerten". Dies liegt einerseits an dem besonderen Thema, andererseits an dem Hauptprotagonisten selber.
Die Sklaverei und das Leben der Sklaven auf der Plantage wird schonungslos und brutal, blutig erzählt. Man kann es sich durch die detaillierte Beschreibung bildlich wahnsinnig gut vorstellen und ich musste das Buch zwischendurch zur Seite legen, um die Szenen zu verarbeiten. Das Schlimmste daran war aber nicht die bildliche Beschreibung, sondern die Tatsache, dass es früher genau so und noch schlimmer ablief....
Washington Black als Person selber war für mich teilweise sehr schwer zu verstehen. Vielleicht lag das auch an den Zeitsprüngen, denn das Buch spielt über mehrere Jahre und einige Jahre werden übersprungen. Es wird zwischendurch kurz nebenbei, was in dieser Zeit passiert ist, aber viel erfährt man nicht. Ich kann aber nicht wirklich beschreiben, was mir an ihm diese Schwierigkeiten bereitet hat.

Dennoch finde ich, dass es ein wichtiges Buch ist, und dass wir die Geschehnisse von damals nicht vergessen dürfen. Jedoch dürfen wir auch nicht vergessen, dass längst nicht alle "weißen" nur schlecht und böse waren und Sklaven hielten, die sie schlimmer als Tiere behandelten. Washington hat auf seiner Flucht viel Unterstützung erhalten und Leute kennengelernt, die daran gearbeitet haben, die Sklavenarbeit abzuschaffen und zu verbieten.

Seine Zeit auf der Plantage lässt sich trotzdem nur schwer verdauen und ist nichts für schwache Nerven!

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