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Mittwoch, 17. Juli 2019

Someone New von Laura Kneidl

Klappentext: Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte...

Inhalt und meine Meinung: Micah zieht in ihre erste eigene Wohnung und studiert am MFC in Mayfield, obwohl sie eigentlich nach Yale gehen sollte, vor allem, wenn es nach ihren Eltern ginge. Doch sie bleibt in Mayfield, um ihren Bruder zu finden, der nach einer Auseinandersetzung mit deren Eltern für Monate spurlos verschwunden bleibt. Ihr neuer Nachbar ist Julian, der einige Wochen zuvor auf einer Party ihrer Eltern gekellnert hat und durch sie seinen Job in der Cateringfirma verloren hat.
*ACHTUNG SPOILER*
Viele Bücher behandeln "Tabuthemen", so ist es auch bei "Someone New". Hier wird ziemlich schnell deutlich, dass das Thema Homophobie, beziehungsweise der Umgang mit Sexualität ist. Micahs Bruder Adrian ist schwul, seine Eltern werfen ihn raus, als sie das rausfinden. Alle in deren Umkreis denken wie ihre Eltern, doch nicht Micah. Sie gibt nicht auf, ihren Bruder zu finden und steht auf seiner Seite, verteidigt ihn gegen ihre Eltern und kämpft für ihn. Ebenso homophob sind Julians Eltern. Julian hieß nicht immer Julian, sondern Sophia. Er hat sich operieren lassen und seinen Namen lassen, da er sich in seinem Körper nicht wohlgefühlt hat. Für seine Eltern ist er dadurch gestorben.. ich finde die Thematik super, vor allem Micahs Umgang damit. Sie behandelt ihn dadurch nicht etwa anders, sondern liebt ihn nach wie vor und sagt ganz klar, nur weil sie das jetzt weiß, ist kein anderer Mensch. Er ist nach wie vor der Mann, in den sie sich verliebt hat und das ändert daran nichts. Traurigerweise ist sie damit die erste in seinem Umfeld, die das so akzeptiert. Und das schlimmste daran ist, dass dies nicht nur Fiktion ist. Es gibt viele Menschen da draußen, denen es genauso geht und die auf dieselbe Ablehnung stoßen wie Adrian und Julian.
Den Konflikt mit Adrian finde ich super ausgearbeitet, das ganze Buch über wird er immer wieder thematisiert. Bei Julian geht mir das alles allerdings etwas zu schnell. Er "beichtet" ihr, sie belogen zu haben und erklärt ihr, dass er nicht immer ein Mann war und das war es quasi schon fast. Micahs Reaktion finde ich super! Aber ich hätte mir gewünscht, mehr über Julians Verwandlung von Sophia zu Julian zu erfahren. Man erfährt zwar auch einiges, aber ich hätte mir trotzdem mehr gewünscht.

Trotzdem ein super Buch, dass ich jeden nur ans Herz legen kann!!!


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