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Freitag, 10. Mai 2019

Das schwarze Uhrwerk von Magali Volkmann

Klappentext: Er ist der Rebellenkönig, eine lebende Legende - und seine Geschichte in Blut geschrieben.
Verkrüppelt, ungeliebt, einsam:
Taiden Belarron verabscheut sein Leben und brennt darauf, sich zu beweisen. Dafür will er den legendären Rebellenführer Kyron schnappen, der mit allen Mitteln gegen die Regentschaft des Schwarzen Uhrwerks aufbegehrt. Doch dann rettet ausgerechnet der ihm das Leben und Taidens Weltbild gerät ins Schwanken. Warum hat Kyron ihm geholfen? Was versteckt sich wirklich hinter der Maske, unter der das Gesicht des Rebellenkönigs verborgen liegt? Taiden zögert damit, Kyron auszuliefern, während er immer tiefer in seine Welt eintaucht. Doch es bleibt keine Zeit, um seine Gefühle zu sortieren - denn das Uhrwerk droht, jeden zu zermalmen, der sich zwischen seinen Zahnrädern verfängt.

Inhalt und meine Meinung: Taiden gehört zu den Reichen und denen, die sich eigentlich über nichts beklagen können - und doch gehört er auch gleichzeitig nicht zu ihnen. Denn er ist ein Krüppel, kann nur eine Hand benutzen, während die andere nutzlos an seinem Arm hängt und Ekel in seiner Familie und seinem Umkreis weckt. Aus diesem Grund will er sich und allen anderen beweisen, dass er eben doch nicht nutzlos und hilflos ist und hat sich vorgenommen, den Rebellenkönig zu fangen und auszuliefern. Dann kann niemand mehr etwas schlechtes über ihn sagen, ihn nutzlos nennen, eine Belastung oder einen hilflosen Krüppel. Er macht sich also auf den Weg in die Hauptstadt und schließt sich der Armee des Uhrwerks an. Doch dann lernt er Kyron kennen und zweifelt. Er verliebt sich, was für das Uhrwerk fast sogar schlimmer ist, als die verkrüppelte Hand, da Taiden und Kyron beides Männer sind.
Ich muss zugeben, ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Es ist ziemlich kalt geschrieben, es passieren wirklich krasse Dinge und er erzählt es einfach so, ohne jedes Gefühl, als wäre da nichts weiter bei. Andererseits hat mich diese Art der Erzählung auch fasziniert, ich war dauerhaft fokussiert auf die Geschichte, die Geschehnisse und nicht so auf Taidens Gefühlswelt. Irritierend fand ich teilweise und den Wechsel der Sichtweisen, vor allem weil die zweite Sichtweise quasi viel später stattfindet. Erst kurz vor Schluss erfährt man dann, dass Taidens Geschichte sein Tagebuch ist, dass er jemandem gegeben hat, damit diese Person seinen Platz einnimmt. Mir hat das Buch trotzdem sehr gut gefallen und die Handlung, die Hintergründe und all das haben mich wahnsinnig fasziniert. Man erfährt sehr viel darüber, wie das Schwarze Uhrwerk entstanden ist und warum, was ich ebenfalls fantastisch fand. Man setzt sich wirklich mit dieser Welt auseinander und lernt sie richtig kennen, während der Handlungen, allerdings auch während der Rückblicke und Erzählungen über die Vergangenheit.

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